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HRC Laufband – Wie sinnvoll ist die HRC Funktion im Praxistest

HRC Laufband

Ein HRC Laufband ist eigentlich eine tolle Sache.

Denn durch die Pulsüberwachung bist du stets und ständig im optimalen Pulsbereich.

Aber die von uns getesteten HRC Laufbänder lieferten alle recht unzureichende Ergebnisse ab.
Warum das so ist und worauf du unbedingt beim HRC Training achten solltest, dass erfährst du in diesem Beitrag.

HRC Training bedeutet Pulsgesteuertes Training.

Eigentlich eine feine Sache.
HRC Training ist das optimale Ausdauer- bzw. Lauftraining um Abzunehmen oder seine Fitness zu verbessern.

Denn beim pulsgesteuerten Training befindest du dich die ganze Zeit in deinem optimalen Abnehm- oder Fitnesspuls.
Somit kannst du immer sicher sein, während des ganzes Laufens stets und ständig – das wirklich Beste herauszuholen.

Es ist natürlich toll, wenn Laufbänder so eine HRC Funktion anbieten.

Du gibst deinen optimalen Trainingspuls in das Laufband ein.
Los geht’s.

Und dann startet das Laufband mit einer sehr geringen Geschwindigkeit.
Dies ist bei sämtlichen Laufbändern etwas unterschiedlich.
Aber alle Geräte starten immer bei Mindestgeschwindigkeiten – entweder bei 0,8 km/h, 1 km/h oder vielleicht 3 km/h.

All diese Geschwindigkeiten entsprechen einem sehr langsames Gehen.

Nach 30 Sekunden misst das Laufband deinen Puls.
Wenn dieser Puls nicht deinem eingegebenen Zielpuls bzw. optimalen Trainingspuls entspricht, erhöht das Laufband automatisch die Geschwindigkeit um 1 km/h.

Cool, oder?
Aber es kommt noch besser. 🙂

Nach 30 Sekunden wird wieder gemessen und bei Abweichung wird wieder erhöht.

Aber vielleicht ganz anders, viel geschmeidiger.
Denn falls dein derzeitiger Puls mehr als 20 Schläge vom Optimalpuls entfernt ist, wird die Geschwindigkeit wieder um 1 km/h erhöht.
Und wenn dein Puls nur 1- 20 Schläge vom optimalen Puls entfernt ist, wird die Geschwindigkeit lediglich um 0,5 km/h erhöht.

Und analog dazu findet Pulsgesteuertes Ausdauertraining auch in die andere Richtung statt.
Angenommen, das Laufband misst gerade deinen Puls.
Und dein derzeitiges Puls ist über dem Optimum.
Also wird dann die Geschwindigkeit automatisch gedrosselt.
Und dies passiert wieder sehr geschmeidig – entweder gleich um 1 km/h oder 0,5 km/h.

Das Laufband entscheidet und korrigiert ständig deine Trainingsintensität – über die Geschwindigkeitsanpassung.

Somit findet wirklich eine schöne und weiche Trainingsanpassung mit Geschwindigkeitskorrektur statt.
Vielleicht beginnst du mit langsamen Gehen, dann Joggen und dann nur noch Walken.
So ein HRC Laufband holt alles raus und stellt sich optimal auf dein persönliches Fitnesslevel ein.

Du kannst also gewiss sein, dass du beim pulsgesteuerten Laufbandtraining stets und ständig in anderen Geschwindigkeitsbereichen zum selben Puls läufst.

Und dadurch verlässt du zu keinem Zeitpunkt die aerobe Phase, welche zum Abnehmen oder zur Steigerung der Fitness – so wichtig ist.

Das Problem bei HRC Laufbändern ist der Puls.

Diesen Optimalpuls finden diese Laufbänder nicht.

Du musst diesen aber kennen, bevor du ihn eingibst.
Klar kannst du jetzt sagen 70% von Maximalpuls 180 sind circa 126.
Das wird schon irgendwie passen. 🙂

Aber der optimale Trainingspuls ist bei jedem Menschen anders.
Dies liegt daran, dass wir alle:

  • Unterschiedliches Körpergewicht haben
  • Andere Ess- Trink- oder Genussmittelgewohnheiten haben.
    Rauchen, Schokolade, Alkohol und andere Dinge verändern den Puls.
  • Individuelle Schlafgewohnheiten haben

Selbst dein Optimalpuls heute muss nicht der optimale Trainingspuls von morgen sein.
Eine Stunde weniger Schlaf, Anzeichen von Krankheiten – wie Erkältung oder Ähnliches – verändert jeden Tag den Puls.

Du solltest also vor dem HRC Training deinen optimalen Puls kennen.

Und um diesen Herauszufinden benötigst du wiederum eine Pulsuhr.
Und zwar eine Uhr, welche die Herzfrequenz Variabilität messen kann.

Hast du dann deinen individuellen und tagesabhängigen Trainingspuls gefunden, kann es losgehen, oder?
Eigentlich auch nicht.

Es ist totaler Blödsinn Ummengen an Geld für ein HRC Laufband auszugeben und dann am optimalen Puls vorbei zu trainieren.

Es gibt keinen optimalen Fixpuls.
Stattdessen ist es eine Pulszone, mit Ober- und Untergrenze.

Und das bedeutet:
Bei 126 beginnt erst die wichtige aerobe Trainingsphase.

Es ist somit kein Fixwert von 126 wichtig, sondern eine Pulsintervall mit Grenzen – von beispielsweise 126 – 146.
Und gerade dieses Intervall – von bis – kannst du nicht in die HRC Laufbänder eingeben.
Stattdessen findet die Korrektur immer am Punkt statt und nicht am oberen oder unteren Ende der aeroben Phase.

Meine Empfehlung verzichte auf ein HRC Laufband.

Hol dir stattdessen so eine Uhr und korrigiere die Geschwindigkeit und Intensität selbst.
Per Knopfdruck kannst du bei jedem elektronischen Laufband die Geschwindigkeit erhöhen.
Und somit passt du die Intensität selbst an.

Als ich mir mein Laufband gekauft habe, hatte dieses ebenfalls eine HRC Funktion.
Ich lief damals und laufe heute immer noch mit Pulsüberwachung.
Aber die Überwachung findet nur auf der Pulsuhr statt.
Und dann korrigiere ich manuell die Geschwindigkeit oder die Steigung.

Falls du dennoch unbedingt ein HRC Laufband haben willst…

  1. Bestimme die optimale Pulszone über eine Laufuhr
  2. Dann errechnest du den Mittelwert der Zone
  3. Und diesen Mittelpuls gibst du in das Laufband ein.

Angenommen deine Pulsuhr zeigt dir die Zone 126 – 146 an.
Dies sind dann 20 Einheiten. (146 – 126= 20)

Somit liegt der Puls, welchen du dann in das Laufband eingeben solltest bei: 126 + 10 = 136.
Das Laufband würde dann alle Geschwindigkeiten um diesen Pulszonen – Mittelwert korrigieren.

Fazit:

  • Die HRC Funktionen an einem Laufband sind toll.
  • Dennoch musst du vorher deinen optimalen Puls kennen.
    Und dieser ändert sich täglich.
    Du musst ihn also stets und ständig neu messen lassen.
  • Meine Empfehlung für dich.
    Kaufe dir ein Laufband ohne diese Funktion und investiere das gesparte Geld in eine ordentliche Pulsuhr.